Umweltbank AG „Grün, grün, grün sind alle unsre Gelder“

©Oroverde/Martin Baumann

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Dass Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit auch im Finanzwesen vereinbar sind, dafür steht die UmweltBank. Seit ihrer Gründung 1997 verbindet sie professionelles Bankmanagement mit ökologischer und sozialer Verantwortung. In den vergangenen 20 Jahren haben die grünen Banker mehr als 22.000 innovative Umweltprojekte finanziert – zum Wohl von Mensch und Natur.

Nachhaltig, engagiert und lösungsorientiert

In Berlin gibt es ein kulturelles Vorzeigeprojekt, auf das die UmweltBanker als Geldgeber besonders stolz sind. In Deutschlands Kapitale entsteht ein kreativer Ökokiez, der an bunter Vielfalt kaum zu überbieten ist: der Holzmarkt. Das urbane Dorf unter genossenschaftlichem Management ist ein Hotspot für kreative Köpfe. Angestrebt wird eine Symbiose aus Kultur, Wirtschaft und Natur. Das 18.000 Quadratmeter große Areal bietet viel Raum zur künstlerischen Entfaltung, ist Wohn- und Arbeitsplatz, Ort der Erholung und Partytreff. Der Holzmarkt will ein „Spielplatz für Erwachsene“ sein. Doch geht es um die Sache, wird es ernst. Hinter dem Ökoprojekt stecken ein ausgeklügelter Geschäftsplan und Menschen, die darauf achten, dass ihre Ideale nicht verwässert werden. Deshalb kann nur der zur Kiezgemeinschaft gehören, dessen Ideen nachweislich originell, ökologisch und nachhaltig sind. Ein alternatives Großstadtquartier von Menschen für Menschen, das auf teuerstem Baugrund direkt an der Spree steht.  Gründer und Initiatoren streben übrigens keinen baulichen Endzustand an. Im Gegenteil, der Holzmarkt soll sich ständig neu erfinden. Und die UmweltBank steht dem Ökodorf beim Wandel und Wachsen als Kreditgeber zur Seite – engagiert und lösungsorientiert.

Holzmarkt in Berlin, aus einer illegalen Bar entstand ein kulturelles Vorzeigeprojekt / Credits: Holzmarkt / Eyecandy Berlin

Geldanlagen mit Umweltgarantie

Der Holzmarkt in Berlin ist nur eines von vielen Projekten, die die UmweltBank finanziert. Doch nicht alle sind so sicht- und greifbar.

Die grüne Bank will so viele Umweltprojekte wie nur möglich fördern. Dazu braucht sie das Vertrauen der Kunden, die wollen, dass ihr Geld ökologisch und nachhaltig arbeitet. Um das sicher zu stellen, bekommen die Anleger eine Umweltgarantie. Klar definierte Kriterien für die Kreditvergabe schließen zum Beispiel aus, dass Investitionen in Großkraftwerke, Waffen, Militärgüter und Gentechnologie fließen. Damit diese Kriterien eingehalten werden, unterwirft sich das Geldhaus einer starken Selbstkontrolle durch den Umweltrat. Das unabhängige ökologische Kontrollgremium überwacht die Geschäfte des Instituts und präzisiert Finanzierungsschwerpunkte. – Die liegen vor allem in den Bereichen erneuerbarer Energien und ökologisches und soziales Bauen. In den vergangenen 20 Jahren hat die UmweltBank mehr als 22.000 Umweltprojekte gefördert. Im Jahr 2016 betrug das Kreditvolumen rund 2,6 Milliarden Euro. Mehr als 50 Prozent der Summe entfielen auf Solar-, Wind- und Wasserkraftprojekte, 32 Prozent flossen in ökologische Baufinanzierungen, der Rest in Projekte aus den Bereichen Biomasse/Biogas und ökologische Landwirtschaft.  Damit trägt die UmweltBank wesentlich zur Verringerung der CO2-Emissionen bei. Details zur Kreditstruktur werden in halbjährlichem Rhythmus veröffentlicht.

Übrigens, über die Liquiditätsreserve hinaus werden keine Eigenanlagen der Bank am Kapitalmarkt getätigt. Eine Absage an die Spekulation mit Kundengeldern. Auch das schafft Vertrauen.

Umweltbewusstsein nach innen und außen

Die grüne Bank hat als einziges Geldhaus in Deutschland den Umweltschutz in ihrer Satzung verankert. Ökologische Nachhaltigkeit ist kein Schlagwort, sondern eine geprüfte Umweltleistung des Instituts, die nach den Richtlinien von EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) zertifiziert ist.  Nun belastet der Betrieb einer Bank die Umwelt vergleichsweise gering. – Doch auch diesen relativ kleinen „ökologischen Fußabdruck“ wollen die Ökobanker systematisch verkleinern. – Das beginnt bei der Auswahl und Verwendung umweltverträglicher Betriebsmittel, geht über die sorgfältige Lieferantenauswahl nach ethischen und ökologischen Kriterien bis hin zur Stärkung des Umweltbewusstseins aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In ihrer Arbeit gilt das Prinzip „Qualität vor Quantität“. Zielvorgaben zur Erreichung bestimmter Umsatz- oder Verkaufszahlen gibt es nicht.

Kunden und Mitarbeiter steigern die ökologische Dividende

Dass derzeit in Ecuador Bäume für die „Lebenden Wälder“ der Kichwa gepflanzt werden, machen Neukunden der Bank möglich. Seit ihrer Gründung spendet die UmweltBank für jeden neuen Kunden fünf Euro an verschiedene Waldschutzprojekte. Seit 2016 fließt das Geld an die gemeinnützige Tropenwaldstiftung Oro Verde.  Sie unterstützt das indigene Volk der Kichwa, das für den Erhalt der heimischen Regenwälder im Amazonas-Tiefland kämpft. Ziel ist es, den von illegaler Abholzung und Erdölförderung bedrohten Tropenwald zu schützen und seine einzigartige Biodiversität zu bewahren.

Sympathisch auch die jährliche Mitarbeiteraktion „Banker on Bike“, die es seit 15 Jahren gibt. Für jeden mit dem Fahrrad zurückgelegten Kilometer zwischen Wohnort und Arbeitsplatz spendet die Bank einen Euro für ausgewählte Sozial- oder Umweltprojekte. Im Jahr 2016 erradelten die Bankerinnen und Banker 25.000 Euro, mit denen sie das NABU-Projekt „Meere ohne Plastik“ und den Bau von Bambusfahrrädern in Ghana unterstützen.

Banker on Bike
Mitarbeiter der UmweltBank bei der jährlichen Aktion „Banker on Bike“ / Credits: Umweltbank

Seit Jahren wird die Nachhaltigkeitsleistung der grünen Bank von Ratingagenturen als sehr gut bewertet. 2016 wurde die UmweltBank erstmals durch die Sustainability Intelligence überprüft und führt dort den Benchmark-Vergleich im Bereich Nachhaltigkeit an. Die ökologische Produktpalette der UmweltBank umfasst grüne Sparkonten, nachhaltige Wertpapiere, ökologische Versicherungen und Finanzierungen für umweltfreundliche Projekte. Ein Girokonto gibt es nicht. Insofern eignet sich die Umweltbank eher als Ergänzung, nicht als Ersatz zur Hausbank.

Die UmweltBank AG Branche: Kreditinstitut / Gegründet: 1997 / MitarbeiterInnen: 139 /
Aktienkurs (http://www.boerse-online.de/aktie/umweltbank-aktie)

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